Aktuelle Infomationen
Eintrag vom 01.03.2025 |
Hohe Energiepreise, zunehmende Bürokratie und der Fachkräftemangel setzen dem Mittelstand zu. Insbesondere Unternehmen mit starker Binnenmarkt-Ausrichtung stehen unter Druck, da die Standortbedingungen in Deutschland erodieren. Viele große deutsche Unternehmen erwirtschaften den Großteil ihrer Umsätze bereits jetzt im Ausland. Sollte die deutsche Politik nicht die richtigen Weichen für Wachstumsimpulse stellen, droht eine weitere Abwanderung von Unternehmen. Zudem sorgen die von den USA ins Spiel gebrachten Zolldrohungen derzeit für Unsicherheit, insbesondere für deutsche Exportunternehmen, die von den Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten abhängig sind.
Interessant ist zudem, dass europäische Aktien in diesem Jahr eine stärkere Performance zeigen als der US-Markt. Günstigere Bewertungen, eine mögliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank und positive wirtschaftliche Signale tragen dazu bei, dass Investoren wieder Vertrauen fassen. Selbst Aktien aus der zweiten und dritten Reihe, die in den vergangenen Jahren im Schatten der großen US-Tech-Werte standen, erleben aktuell eine Renaissance. Dies ist nicht ungewöhnlich: Schon oft haben in mehrjährigen Zyklen Wachstumswerte die Branchenriesen hinter sich gelassen.
Doch der aktuelle Aufgalopp an Europas Börsen, der mitunter der Aussicht auf ein Ende des Ukraine-Krieges zu verdanken ist, wird kein ruhiger Spaziergang. Korrekturen sind seit jeher fester Bestandteil des Marktes und sollten nicht als Warnsignal, sondern als natürliche Begleiterscheinung betrachtet werden. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Rücksetzer von 10 Prozent oder mehr im Durchschnitt alle 6 Jahre auftreten – und in den letzten Jahrzehnten sogar in kürzeren Abständen. Während der Corona-Krise zum Beispiel stürzte der Markt kurzfristig um 30 Prozent ab, bevor er sich rasant erholte. In den vergangenen 93 Jahren gab es insgesamt 50 solcher Rücksetzer und 15 Bärenmärkte mit Kursverlusten von über 25 Prozent. Diese Schwankungen sind immer wieder eine Erinnerung daran, dass langfristige Perspektiven wichtiger sind als kurzfristige Bewegungen.
Für Anleger bedeutet all das vor allem eines: Die Börse wird weiterhin dynamisch bleiben, doch wer sich nicht von kurzfristigen Rücksetzern verunsichern lässt, kann auf lange Sicht klar profitieren. Gerade in Zeiten der Unsicherheit ergeben sich oft die besten Gelegenheiten. Der Frühling steht für Aufbruch – und das gilt nicht nur für die Natur, sondern auch für die Finanzmärkte.
Lassen Sie uns gemeinsam für Ihr Investment die richtigen Weichen stellen. Sie erreichen mich wie gewohnt telefonisch unter ☎ 0172 - 3017303 oder per Mail an kontakt@lentzner-fonds.de.
Herzliche Grüße
Ihr Eckhard Lentzner
Zuletzt geändert am: 01.03.2025 um 11:37
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